Das Web 3.0 – mit Avataren virtuelle Welten erkunden?!

Die allgemeine Schnelllebigkeit der heutigen Gesellschaft schafft ein großes Potential für den digitalen Wandel.

Vor nicht allzu langer Zeit (2003) wurde das Web 1.0, in dem wir uns lediglich informierten oder eine Nachricht in Form von E-Mails versenden konnten, zum Web 2.0. Dieses bietet der humanen Gesellschaft die wunderbare Möglichkeit, sich in Form von sozialen Medien digital auszutauschen, Kontent zu kreieren und direkt mit Freunden zu interagieren.

Das Web 2.0 gewährt uns eine Umgebung des kollektiven Austausches und eine Plattform der (Selbst-) Vermarktung. Ein Nutzer konsumiert nicht zwingend nur den Inhalt des Internets, sondern er kann ebenfalls als Verfasser fungieren und Inhalte beispielsweise in Form von Blogs oder auf Social Media Kanälen wie Facebook, Google oder Instagram mit weiteren Nutzern teilen. Eine digitale Welt, welche uns nicht nur die Möglichkeit des internationalen Austausches ermöglicht, sondern ebenfalls die Nutzung der öffentlichen kollektiven Intelligenz. Wir können kommunizieren, uns informieren, kreieren und mitwirken.

Virtual Reality – eine neue Welt?

Leben in einer virtuellen Welt?

Der kontinuierliche Fortschritt der digitalen Möglichkeiten führte bereits in einigen Bereichen zu neuen virtuellen Welten, in denen wir uns in Form von Avataren bewegen, sowie digitale Waren und Güter erwirtschaften können.

Vor allem in der Gaming Szene beschäftigen sich User seit geraumer Zeit mit dem Thema AR – Augmented Reality und VR- Virtuell Reality.

(Kurze Erläuterung: Bei AR wird die Realität mit virtuellen Elementen ergänzt, bei VR taucht der Nutzer komplett in eine virtuelle Welt ab – die Realität wird dabei ausgeblendet).

Mit speziellen Brillen begeben sich die Gamer in virtuelle digitale Welten in denen sie sich als Avatare bewegen, miteinander kommunizieren und gegeneinander antreten. Außerdem nimmt beispielsweise die Kunstszene in Form von digitalen Werken namens ‚Non-Fungible-Token‘ – kurz NFT’s an der virtuellen Welt teil.

 

Das Metaverse

Nun soll es noch größer werden, noch weiter gehen und noch mehr Möglichkeiten eröffnen: Das Web 3.0 soll unsere digitale Welt auf virtueller Ebene erweitern und ein neues dezentralisiertes Universum hervorbringen, an dem jeder mitwirken kann.

Die maßgebliche Eigenschaft des Metaverse ist die Dezentralität, sprich es gibt keine direkte Plattform, auf der sich bewegt wird. Die Vision des Metaversum ist ein digitales Universum in dem sich jeder frei bewegen kann und in dem vor allem jeder Teilnehmer neue Umgebungen und Welten erschaffen kann.

Ein Medium, in dem wir jede Personalität annehmen können, die wir möchten, jedes Projekt unterstützen und jeder Aktivität nachgehen können die uns interessiert.

Der Meta CEO Mark Zuckerberg definierte das Metaverse folgendermaßen: “The metaverse is an embodied internet that you’re inside of rather than just looking at.”

Basis des Metaverse ist die dezentrale Blockchain Technologie, bereits bekannt aus der Welt der Kryptowährung. Die Kryptowährung wird gehandelt ohne, dass ein Unternehmen oder eine Bank dahintersteht. Es wird interagiert, gehandelt und ebenfalls bereits Waren durch Kryptowährung erwirtschaftet.

Im Metaverse soll also direkt kommuniziert, interagiert und gelebt werden, ohne, dass eine bestimmte Organisation oder eine bestimmte Plattform dahinter steht.

“The metaverse is an embodied internet that you’re inside of rather than just looking at.” – Mark Zuckerberg

Doch wie kann das Metaverse aussehen?

Um das Metaverse betreten zu können werden wir mutmaßlich nicht viel brauchen. Eine VR-Brille ist jedoch ein Gegenstand, der unabdingbar sein wird. Hier wird bereits an Möglichkeiten gearbeitet, um die Form und Größe der VR-Brille so zu komprimieren, dass sie dem menschlichen Körper besser passt – beispielsweise in Form von AR- Kontaktlinsen. Klingt verrückt, wurde jedoch bereits in Form eines Prototypen in Mojo Vision in Saratoga, California entwickelt. 

Das Metaverse könnte uns viele neue Türen öffnen, die sowohl ökologisch als auch ökonomisch einen großen Mehrwert bieten.

Die Möglichkeit, auf virtueller Ebene ferne Orte zu bereisen, Museen, Konzerte oder Modenschauen zu besuchen oder sich mit Freunden zu treffen, die man sonst auf Grund größerer Distanzen selten zu Gesicht bekommt, wird geschaffen. Eine Party schmeißen, auf der spontan die Freunde aus den USA teilnehmen können oder eine gemütliche Yoga-Runde an einem Ort der Entspannung – all das könnte in Zukunft auf virtueller Ebene machbar sein.

Ebenfalls könnte es im Bereich der Lehre eine positive Entwicklung ermöglichen. Eine ferne Universität könnte so beispielsweise kein Grund mehr für einen Umzug sein – ebenfalls wäre es möglich ,(länderübergreifend) Fortbildungen zu besuchen, ohne das Haus verlassen zu müssen. Nicht nur kostentechnisch ein großer Vorteil, sondern ebenfalls umweltschonender.

VR in Museen

Eins ist klar – wie im echten Leben wird es in der virtuellen Reality ein Thema sein, sich zu kleiden und seinen Avatar mit alltäglichen Gegenständen auszustatten.

Shoppen in virtuellen Einkaufszentren oder auch der Erwerb von Immobilien – kaum vorstellbar, jedoch tatsächlich realisierbar.

Außerdem wird es Unternehmen möglich sein, beispielsweise digitale Produktpromotionen durchzuführen oder Meetings mit Kunden und dem Team in virtuellen Räumen stattfinden zu lassen. Dies ist in Form von Plattformen wie Teams oder Zoom bereits möglich, jedoch bewegen wir uns hier noch nicht in Form von 3D Avataren gemeinsam in einem Raum.

Möglich könnte es außerdem sein, potentielle Projekte und geplante Konzeptideen an digitalen Orten dreidimensional und räumlich zu präsentieren.

Addiert man die vorab genannten potentiellen Möglichkeiten, die uns das Metaverse bieten könnte, hört sich alles spannend und positiv an.

Ein Nachteil könnte jedoch die daraufhin entstehende Anonymität und die fehlende reale soziale Interaktion innerhalb der Gesellschaft sein. Hinter der Option, sich ohne das Haus verlassen zu müssen, in eine andere Welt zu begeben, verbirgt sich ebenfalls die Gefahr der sozialen Isolation im realen Leben.

Um in Zukunft eine gesunde Beziehung zu dem Metaverse aufzubauen gilt also: Das Metaverse als zusätzliche positive Möglichkeit der Kommunikation – auf privater sowie geschäftlicher Ebene – zu betrachten, jedoch unser reales Leben und die uns bekannten Formen der zwischenmenschlichen Kommunikation weiterhin zu leben.

 

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Autorinnen: Tatjana Bruletti

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